In Augsburg hingegen streitet sich die schwarz-grüne Koalition gerade darum, ob man mit härteren Bandagen gegen den Leerstand vorgehen sollte – ähnlich wie in München. Die CSU ist gegen Bußgelder und eine entsprechende Zweckentfremdungssatzung. Stadtrat Leo Dietz zweifelt vor allem am Verhältnis von Kosten und Nutzen: “Dabei kommt dann unseres Erachtens nach für das, was hier notwendig ist, nichts raus.” Er weist auf die geringe Zahl an leer stehenden Häusern hin. In Augsburg stehen nach Kenntnis der Stadt gerade 75 Wohnobjekte leer.
Wohnobjekt und Wohnungen sind möglicherweise nicht dasselbe. Vermutlich ist ein Wohnobjekt ein ganzes Haus mit mehreren Wohnungen.
Ich weiß von einigen Wohnungen im Domviertel, die leer stehen, weil sie vererbt wurden und die Erben selbst schon zu alt sind, um die Wohnungen in einen vermietbaren Zustand zu bringen. Verkaufen möchte man sie aber auch nicht.Wenn die Zahlen stimmen, wäre das in Bayern tatsächlich ein Nicht-Problem.
Leerstand von 1,4-3% entspräche durchschnittlich alle 17-36 Jahre ein halbes Jahr Leerstand pro Wohnung.
Nicht wirklich übermässig viel.Die wirklichen Probleme sind:
- Es gibt zu wenige Wohnungen
- Es wird zu wenig im richtigen Preissegment gebaut
- Die Leute bleiben lieber in zu großen Wohnungen, als zu riskieren, am Ende mehr für weniger zu zahlen.
Diese Punkte müssen massiv angepackt werden.
Aktionen gegen Leerstand sind dagegen nett gemeinter Aktionismus oder sogar gezielte Augenwischerei.



