Ein Team der Deutschen Welle (DW) ist nach Angaben des Senders im Westjordanland von israelischen Siedlern angegriffen worden. Eine Korrespondentin und ein Kameramann der DW seien von israelischen Siedlern bei einem Angriff auf das palästinensische Dorf Sindschil nördlich von Ramallah mit Steinen beworfen und verfolgt worden, teilte das Medienunternehmen am Samstag mit. Beide hätten sich unverletzt in Sicherheit gebracht. Das Auto des Kameramanns sei stark beschädigt worden. Die DW-Mitarbeiter seien durch Pressewesten als Medienschaffende zu erkennen gewesen. Auch weitere Journalisten hätten fliehen müssen.
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Ich kann den Drang, sich bei völkerrechtswidrigen Aktivitäten nicht filmen zu lassen, schon verstehen.
Ansonsten traurig, dass das hier nur ein Nebensatz ist:
Eine Korrespondentin und ein Kameramann der DW seien von israelischen Siedlern bei einem Angriff auf das palästinensische Dorf Sindschil nördlich von Ramallah mit Steinen beworfen und verfolgt worden
Sollte das nicht irgendwie der Hauptfokus det medialen Berichterstattung sein?
Ich zitiere mal einen Kommentar aus der Zeit:
Hört endlich auf, verniedlichend von „Siedlern“ zu sprechen. Das sind brutale, rassistische, expansionistische Landräuber, die mit voller Rückendeckung der israelischen Regierung Verbrechen begehen.
Ich finde Siedler ist auch nur verharmlosend weil es einfach nicht genug Thematisierung, Bildung und Verständnis zu Kolonialismus gibt. Besonders in englischsprachigen Staaten die quasi Siedlerkolononien sind (Canada, USA, Australien) wird auch in meiner Erfahrung immer die direkte Übersetzung “settler” verwendet.
Aber ja, es gibt schon einen Unterschied zwischen selber aktiv Vertreibung zu machen und von teils Jahrhunderte zurückliegender Vertreibung passiv zu profitieren.

